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Programmes
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"Programm Förderung der Medien" Projektziel 1: Ein Berufkodex für Journalisten Seit der Verabschiedung eines neuen Presserechts im August 2000, ist die Möglichkeit ausgeräumt worden, gegen angeblich falsche Berichterstattung klagen zu können, was selbst für den Staatspräsidenten gilt. Hierdurch bleibt Mali seiner regionalen Vorbildrolle hinsichtlich der Pressefreiheit weiterhin treu. Als eine kontrollierende Instanz soll statt dessen zukünftig das ODEP, eine Art Selbstregulierungseinrichtung der Journalisten aktiv werden. Kehrseite dieser fortschrittlichen Politik ist eine weitgehende Unkenntnis auf Seiten vieler Medienakteure, was einen allgemeinen Werte- und Ethikkodex der Presse betrifft. Da viele Medien, insbesondere die Tageszeitungen, von Privat- und Parteiinteressen kontrolliert werden, werden sie allzu oft zum Sprachrohr für persönliche Machtkämpfe und Auseinandersetzungen. In Zusammenarbeit mit der FES veröffentlichte das ODEP daher im Zuge der Wahlkampfberichterstattung eine handliche Broschüre mit dem kürzlich verabschiedeten "Code de Déontologie" - einem Presseehrenkodex für Mali - sowie einer Erläuterung der Arbeits- und Funktionsweisen des ODEP. Nach einer feierlichen Übergabe sind die kleinen Handbücher über die Journalistenverbände an rund 1000 Journalisten verteilt worden. Im Zuge der Wahlberichterstattung ist es anschließend zu keinen schwerwiegenden Verletzungen des Pressekodex gekommen. Projektziel 2: Fusion der malischen Medieneinrichtungen Als weitere Regulierungsinstanzen sind der oberste Medienrat (CSC), der Frequenzen vergibt sowie ein "Komitee für einen gerechten Zugang zu den Staatsmedien" (Comité Nationale de l'Egal Accès aux Médias d'Etat) von der Verfassung etabliert worden, um - in begrenztem Umfang - Subventionen an die Medien zu verteilen. Seit dem Forum National Politique 1999 wurde die Frage diskutiert, ob diese institutionelle Doppelköpfigkeit noch den aktuellen Erfordernissen entspräche. Nach dem gescheiterten Referendum vom November 2001, das eine solche Änderung im Rahmen einer Verfassungsänderung bestätigt hätte, ist das Thema wieder offen und die Zusammenführung beider Institutionen unter einem neuen Namen wird weiterhin diskutiert. Im Rahmen einer Veranstaltung des Maison de la Presse sollen möglichst noch in diesem Jahr Vorschläge erarbeitet werden. In einer Publikation über die Arbeit des Conseil Supérieur de la Communication konnten Empfehlungen hierzu erarbeitet werden. Ein konkreter Plan zur Umsetzung der Fusion steht jedoch weiterhin aus. Projektziel 3: Fachausbildung zum Thema Wahlen Die Vorbereitung der Journalisten auf ihre Rolle als unabhängige
Beobachter und Berichterstatter während der Wahlen, machte einen
Großteil der Projektarbeit der FES im ersten Halbjahr 2002 aus.
Mit allen drei Partnern der Stiftung in diesem Bereich, Radio Kledu, dem
Verband der Radio- und Fernsehstationen U.R.T.E.L. und dem Maison de la
Presse wurden Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt. Gefördert
wurde u.a. der Aufbau eines Netzes von Kommunalradios durch die Ausbilder
bei Radio Kledu, durch das die völlig unabhängige direkte Berichterstattung
aus ganz Mali während der Wahlen ermöglicht wurde. Über
Telefon meldeten sich die Reporter aus den entlegensten Regionen nach
Bamako und ihre Berichte den Fortgang der Abstimmung gingen live über
den Äther. Wahlbetrug wurde so ein Riegel vorgeschoben. Während
der Verkündigung der ersten Hochrechnung durch das Innenministerium
zu mitternächtlicher Stunde war es Radio Kledu, das live im Hörfunk
berichtete. Zu den sonstigen Aktivitäten des FES Büros Mali im ersten Halbjahr 2002 gehörte die fast schon traditionelle Unterstützung einer Rehabilitationsmaßnahme des Frauengefängnisses Centre Bollé mit Vorbildcharakter im desolaten Gefängniswesens Malis (PS/PT 41/10), die Veröffentlichung der bewerten Agenda des Maison de la Presse (PS/PT 41/20), einer Art Journalistenhandbuch sowie die Preisvergabe an die Gewinner des Journalistenwettbewerbes über die beste Reportage zum Thema regionale Integration aus dem Jahr 2001.
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